Am Freitag, 9. Januar 2026, ruft die Schweiz zu einem Nationalen Trauertag auf, um der Opfer der schweren Brandkatastrophe von Crans-Montana zu gedenken und den Angehörigen, Verletzten sowie allen Betroffenen Solidarität und Mitgefühl auszudrücken. Dieser Tag ist Ausdruck einer tiefen nationalen Anteilnahme – weit über geografische und gesellschaftliche Grenzen hinaus. 

Die tragischen Ereignisse der Nacht vom 1. Januar haben unser Land in Schmerz und Bestürzung versetzt. Viele Familien stehen vor unermesslichem Verlust, unzählige Menschen tragen körperliche und seelische Verletzungen. Das Gedenken an diese Schicksale verbindet uns in einer Zeit, in der Worte oft nur unzulänglich erscheinen.

Ein Moment des Innehaltens

Am Trauertag selber findet im Wallis, in Martigny, eine offizielle Gedenkzeremonie statt, zu der Bundespräsident Guy Parmelin gemeinsam mit Vertretern der drei Landeskirchen eingeladen hat. Die Zeremonie richtet sich insbesondere an die Angehörigen und Betroffenen. 

Um 14:00 Uhr läuten in der ganzen Schweiz die Kirchenglocken und die Bevölkerung ist aufgerufen, in einer landesweiten Schweigeminute innezuhalten – ein stiller, gemeinsamer Ausdruck des Gedenkens.

Flaggen auf Halbmast und Zeichen der Verbundenheit

Bereits in den Tagen vor dem Trauertag wurden an vielen Orten die Flaggen auf halbmast gesetzt, als sichtbares Zeichen der Trauer und Anteilnahme. Dieses Zeichen der Verbundenheit gilt nicht nur den Opfern, sondern auch den vielen Helfenden – den Einsatzkräften, medizinischen Fachpersonen und Angehörigen, die seit der Katastrophe mit grossem Einsatz tätig sind.

Online-Kondolenzbuch des Bundes

Die Schweizer Bundesregierung hat zudem ein Online-Kondolenzbuch eingerichtet. Es bietet allen Menschen die Möglichkeit, ihre Anteilnahme, ihr Mitgefühl und persönliche Worte des Gedenkens zu hinterlassen. Dieses virtuelle Buch ist ein Raum des Respekts und der Solidarität und bleibt für Einträge geöffnet.

👉 Zum Kondolenzbuch der Schweizer Regierung:
https://www.admin.ch/condoleances

In diesen Tagen ist unser gemeinsamer Mut gefragt: mutig zu erinnern, mutig zu trauern und mutig füreinander da zu sein. Der Nationale Trauertag bietet uns die Gelegenheit, genau das zu tun – in stillem Gedenken, in Verbundenheit und mit tiefem Respekt vor den Schicksalen der Betroffenen.